Historie

Die Historie des "olen Richard"
Dem Kraftfahrzeugschein kann entnommen werden, dass das Fahrzeug (SLG) erstmals am 1.Juli 1941 zugelassen wurde.
Wer der Eigentümer des SLG war, läst sich noch nicht einmal aus den Fahrzeugschein entnehmen, aber auf dem Typen-Schild ist der Eigentümereintrag OKM (Oberkomando der Marine) vorhanden.

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Gegen Ende des Krieges war im Waldstück in Hüholz eine Deutsche Einheit stationiert.
Nach dem Zusammenbruch 1945 wäre das Fahrzeug in den Besitz der britischen Besatzungsmacht übergegangen, wenn nicht folgendes geschehen wäre...
...Im Mai 1945, nicht einmal 14 Tage nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches, machten sich eines nachts eine Gruppe mit 4 Kameraden und 4 Pferden, auf den Weg in Richtung Wald.
Ehe man sich versah war das Löschfahrzeug zu einer ausgedienten Scheune geschleppt und unter Stroh versteckt worden.
In den folgenden Tagen herrschte natürlich große Aufregung.
Es wurde alles abgesucht aber das Fahrzeug blieb unauffindbar. Über ein Jahr blieb das Fahrzeug im Versteckt.
Nun wurde es vorsichtig herausgeholt, rot gespritzt und mit neuen Papieren versehen und einfach ins Gerätehaus gestellt.
Gleichzeitig wurde der defekte Goliat unter Stroh verborgen, der Schwindel wurde nie aufgedeckt da der Goliat später in aller Stille zerlegt und verschrottet wurde.
Treu und brav versah "De ole Richard" -wie er im Mai 1976 zu Ehren unseres Gerätewartes "Richard Köpke" getauft wurde-, seinen Dienst bis zum Jahre 1978...
...In einer Nacht, während der Schneekatastrophe '78/'79, riss bei einem Noteinsatz -Wasserpumpen an der Kirsebeck-, ein Ventil im Motor und fiel in den Verbrennungsraum und
brachte den Motor zum schweigen.
Die Herren von der Stadtverwaltung waren sich nicht ganz einig ob sich die Reparatur aufgrund der hohen Kosten noch lohnen würde.
Nun, wo das Fahrzeug defekt war, stieg das Interesse aller Kameraden der Ortswehr an unserem Oldtimer.
Es wurde erwogen, die Reparatur selbst zu bezahlen. Unsere Ortswehr forderte die Instandsetzung bei der Stadtverwaltung mit der Begründung das es sich, um einen
Mannschaftswagen handelt, dass dringend benötigt wurde.
Diese Begründung wurde akzeptiert.
Das Fahrzeug erhielt einen kompletten gebrauchten 6 Zylinder Motor von Daimler Benz-Benz Typ OM 312 mit einer Leistung von 90 PS.
Ein zweites Mal fiel das Fahrzeug aus, als ein Kegelrad an der Hinterachse defekt ging.
Dieser Schaden wurde von der Firma "Oswald Richter" aus Kappeln durch den Einbau einer gebrauchten Hinterachse behoben.
Außer in diesen beiden Füllen hat uns "De ole Richard" nie im Stich gelassen.
Bis in die frühen 80ger versah "De ole Richard" seinen aktiven Dienst, ehe er dann in den wohlverdienten Ruhestand versetzt wurde.
Am 19.August 1997 wurde eine Aktion zum Erhalt von "De ole Richard" durchgeführt und zwar konnte jede(r) eine oder auch mehrere Aktien vom Oldtimer erwerben.
Die Beteiligung der Bevölkerung und der Kameraden war gewaltig.
Insgesamt kamen ca. 6.000,00 DM zusammen.
Die gesamte Summe wurde für eine Generalüberholung des olen Richard verwendet.
Es wurden neue Bleche Bleche eingeschweißt, der Motor und das Getriebe überholt und das Fahrzeug neu lackiert.
Diejenigen, die dazu beigetragen haben, den olen Richard am Leben zu erhalten, gilt unser großes Dankeschön.
Fotos vom olen Richard finden Sie unter der Kategorie Bilder
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